Supercup 2017: BR Volleys gehen erneut leer aus

Der Volleyball Supercup bleibt kein gutes Pflaster für die BR Volleys, daran änderte auch der neue Austragungsort Hannover nichts. Vor 5.796 Zuschauern in der TUI Arena unterlagen die Berliner im Duell Meister gegen Pokalsieger dem VfB Friedrichshafen mit 1:3 (25:23, 18:25, 18:25, 19:25). Ein guter Auftaktsatz genügte nicht, um mit einem Erfolgserlebnis in die Spielzeit 2017/18 zu starten, dafür zeigten sich die Häfler schlichtweg eingespielter.

2017-10-08

Foto: Conny Kurth / www.kurth-media.de


Direkt aus dem Flieger auf den Court - lautete die Devise für Mittelblocker Graham Vigrass. Der Kanadier kam erst am Donnerstagabend zurück von seiner Nationalmannschaft und stand gemeinsam mit Sebastian Kühner, Robert Kromm, Adam White, Paul Carroll, Aleksandar Okolic und Libero Luke Perry zum Saisonstart 17/18 in der BR Volleys Anfangsformation.

In einem Spiel ohne technische Auszeiten sorgte der Videobeweis früh für Gesprächsstoff auf dem Spielfeld und den Zuschauerrängen. Wild gestikulierend „erstritt“ sich VfB-Coach Vital Heynen die Führung (7:9). Mitte des ersten Satzes übernahmen die Berliner jedoch das Zepter, was vor allem an der starken Außenangreifer-Achse mit Kromm und White lag (15:13). Zur Freude der gut 50 mitgereisten Hauptstadt-Fans schnappten sich die Männer in den orangen Trikots knapp den Auftaktdurchgang (25:23).

Schläfrig starteten die BR Volleys dann aber in den zweiten Durchgang (4:9) und konnten trotz erfolgreicher Aufschläge von Kühner und White den Rückstand nur kurzzeitig verkürzen (12:16). Auch die Einwechslung von Steven Marshall brachte keine Trendwende und der Friedrichshafen glich verdientermaßen zum 1:1 aus (18:25).

Nach einem BRV-Blitzstart im dritten Satz (5:1) fing der stabile Häfler-Block die enteilten Hauptstädter schnell wieder ein (8:8) und diktierte fortan das Geschehen (11:14). Den Punkt des Tages verbuchte dann auch der VfB, als Carroll versuchte, den Danke-Ball direkt zu verwandeln und ihn in Einer-Block von Günthör drosch. Bezeichnend für die Phase und den gesamten Satz, der mit (18:25) ebenfalls deutlich verloren ging.

Mit Ex-Häfler Georg Klein und Marshall von Beginn an sollte im vierten Spielabschnitt die Wende gelingen. Doch ein vermeintlicher Aufschwung war nur von kurzer Dauer. Die Männer vom Bodensee zeigten sich zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison einfach stabiler und knüpften an ihre starke Block-Abwehr aus dem Vorjahr an (6:11). Das Angriffsspiel der Berliner blieb auch in diesem Satz zu ausrechenbar, sodass die Häfler die Führung zu verwalten wussten (15:20). Nach 104 Minuten Spielzeit beendete Günthör das Match krachend per Schnellangriff (19:25).

BR Volleys Co-Kapitän Paul Carroll erkannte selbstkritisch einen wichtigen Knackpunkt: „Friedrichshafen hat als Mannschaft gut harmoniert. Das war bei uns nur phasenweise erkennbar. Wir müssen gemeinsam als Team besser agieren. Gegen diesen abwehrstarken VfB gewinnt man nur mit 100 Prozent und an dieses Leistungslevel sind wir heute nicht herangekommen.“ Mit Blick auf den Bundesliga-Start in Düren (14. Okt) gibt sich Carroll aber betont kämpferisch: „Wir lassen uns von dieser Niederlage nicht schocken und wissen, was wir können. Vor uns liegt noch viel Arbeit, aber das schaffen wir bis zum Match in Düren.“ Nur wenige Tage nach ihrem schwierigen Gastspiel im Rheinland schlagen die BR Volleys gegen den TSV Herrsching erstmals in dieser Saison in der Max-Schmeling-Halle auf (18. Okt um 19.30 Uhr).